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Heparinhaltige Einreibungen



Der Wirkstoff Heparin hat eine gerinnungshemmende Wirkung. Mit heparinhaltigen Präparaten werden Blutergüsse, Verstauchungen, Schwellungen und Prellungen äußerlich behandelt, da sie den Abbau von Blutgerinnseln unterstützen. Vergleichbar wirken auch heparinähnliche Substanzen, sogenannte Heparinoide (Mucopolysaccharidpolyschwefelsäureester, MPPSE).

Beide Verbindungen sind in vielen Sportgels, -salben oder -cremes enthalten. Es sind sowohl Monopräparate mit diesen Verbindungen als auch Kombinationspräparate – zum Beispiel mit Acetylsalicylsäure – erhältlich. In Einzelfällen können Heparin und Heparinoide allergische Reaktionen wie Juckreiz oder Nesselsucht auslösen.

Möglicherweise entsteht die therapeutische Wirkung der Präparate auch durch die weiteren Zusatzstoffe oder das Einreiben (Placebowirkung), denn bis heute ließ sich noch nicht nachweisen, dass die großen Heparinmoleküle in therapeutischen Dosen durch die Hautbarriere resorbiert werden. Des Weiteren muss immer auch bei der äußeren Anwendung heparinhaltiger Stoffe damit gerechnet werden, dass sich eine Allergie entwickelt.

Bitte beachten Sie: Sie sollten heparinhaltige Präparate auf keinen Fall auf offene Wunden, entzündete Hautstellen, nässende Ekzeme oder Schleimhäute auftragen und sich nach der Anwendung immer die Hände waschen. Passen Sie auf, dass keine Gel-, Creme- oder Salbenreste in Ihre Augen geraten.
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