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Schwangerschaftsdiabetes: Diabetes in der Schwangerschaft
Als Schwangerschaftsdiabetes – auch Gestationsdiabetes genannt – bezeichnet man eine Stoffwechselstörung, die während der Schwangerschaft auftritt und nach der Geburt meist wieder verschwindet. Was bei Diabetes in der Schwangerschaft zu beachten ist. Etwa fünf bis zehn Prozent der Schwangeren sind davon betroffen. Wird der Schwangerschaftsdiabetes rechtzeitig erkannt und behandelt, kann das Risiko für Mutter und Kind gering gehalten werden. Ursachen eines Schwangerschaftsdiabetes Die Ursachen liegen einerseits in verschiedenen Schwangerschaftshormonen, die den Blutzuckerspiegel erhöhen können (zum Beispiel Östrogen, humanes Plazentalaktogen). Andererseits spielt unausgewogene Ernährung eine Rolle. Die Ausschüttung von Insulin erfolgt dann verzögert und die Empfindlichkeit der Organe für Insulin ist herabgesetzt. Die Folge sind erhöhte Blutzuckerwerte nach den Mahlzeiten. Das Risiko für Schwangerschaftsdiabetes wird durch folgende Faktoren erhöht: Übergewicht vor der Schwangerschaft, Fehlernährung, Diabetes mellitus Typ 2 in der engeren Familie, eigenes Geburtsgewicht höher als 4.000 Gramm, wiederholte Fehlgeburten, vorausgegangene Geburt mit mehr als 4.000 Gramm, Alter der Mutter über 30 Jahre, gestörte Glucosetoleranz vor der Schwangerschaft Symptome eines Schwangerschaftsdiabetes Schwangerschaftsdiabetes verläuft meist ohne typische Symptome und betrifft eher die Entwicklung des Kindes und die Geburt. Durch die erhöhten Blutzuckerwerte produziert das Ungeborene vermehrt Insulin und speichert dadurch verstärkt Zucker und Fett im Körper – der Fötus wird dicker und größer. Gleichzeitig produziert er mehr Urin, wodurch sich die Fruchtwassermenge erhöht. So steigt das Risiko für eine Frühgeburt und die Größe des Kindes kann die Geburt erschweren. Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes werden daher häufiger per Kaiserschnitt oder Saugglocke entbunden. Weil außerdem die Durchblutung des Mutterkuchens (Plazenta) und somit die Sauerstoffversorgung des Kindes gestört sein kann, haben die Kinder ein erhöhtes Risiko für eine Entwicklungsverzögerung. Zudem treten bei werdenden Müttern mit Gestationsdiabetes häufiger Harnwegsinfekte und Bluthochdruck auf. Therapie des Schwangerschaftsdiabetes Sobald die Diagnose Schwangerschaftsdiabetes gestellt ist, muss der Stoffwechsel richtig eingestellt werden. Meist genügt als Therapie eine vollwertige, gesunde Ernährung. Wichtig sind auch körperliche Bewegung und regelmäßige Blutzuckerkontrollen. In etwa 15 Prozent der Fälle muss jedoch zusätzlich Insulin gegeben werden. Ist der Blutzucker gut eingestellt, lassen sich die Risiken für Mutter und Kind auf die in einer normalen Schwangerschaft bestehenden senken. Gestationsdiabetes verschwindet meist nach der Schwangerschaft wieder. Allerdings hat ein Teil der Frauen ein erhöhtes Risiko, später in ihrem Leben an Diabetes mellitus zu erkranken: Etwa ein Drittel der Betroffenen entwickelt die Stoffwechselkrankheit nach zehn Jahren – meist Diabetes mellitus Typ 2.
Das Zervikalsyndrom (HWS-Syndrom)
Das Zervikalsyndrom oder Halswirbelsäulensyndrom (HWS-Syndrom) äußert sich durch Beschwerden, die von der Halswirbelsäule (HWS) oder dem Halswirbelsäulenbereich ausgehen.  Symptome beim HWS-Syndrom Typisch für das Zervikalsyndrom (HWS-Syndrom) sind Symptome wie Verspannungen im Nacken mit Nackenschmerzen, die zum Teil in den Schulterbereich oder auch Kopf (Spannungskopfschmerz) ausstrahlen. Strahlen die Schmerzen auch in einen oder beide Arme aus, spricht man von einer Zervikobrachialgie. Ursachen für das Zervikalsyndrom (HWS-Syndrom) Die Ursachen für das Zervikalsyndrom bleiben meist ungeklärt. Nur in zirka einem Prozent aller Fälle lassen sich schwerwiegende Erkrankungen als Auslöser finden. Meistens handelt es sich um unkomplizierte Nackenschmerzen, die sich oft auch nicht diagnostisch fassen lassen. Es gibt jedoch Einflussfaktoren, die das Auftreten von Nackenschmerzen begünstigen – zum Beispiel Übergewicht oder eine Schwangerschaft. Auch Menschen, die am Arbeitsplatz eine unnatürliche Haltung einnehmen oder monotone, wiederkehrende Bewegungen verrichten müssen, leiden häufig unter dieser Art von Rückenschmerzen. Besonders die Arbeit am Computer kann zu Verspannungen der Nackenmuskulatur führen. Ebenso kann eine unnatürliche Kopflagerung beim Schlafen Ursache für ein HWS-Syndrom sein. Negativer Stress, die subjektive Gesundheitseinstellung, Ängstlichkeit, Depression, generell psychische Belastungen oder Erkrankungen können ebenfalls zu schmerzhaften Verspannungen der Nackenmuskulatur führen, die Kopfschmerzen auslösen können. Die Diagnosemöglichkeiten beim HWS-Syndrom Für die Diagnostik des Zervikalsyndroms (HWS-Syndrom) stehen dem Arzt verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Neben der eingehenden Patientenbefragung (Anamnese) und Tastuntersuchung sind das nach Bedarf Röntgen, Computertomografie und Kernspintomografie. Die Behandlung beim HWS-Syndrom Bei unkomplizierten Nackenschmerzen ist meistens keine spezifische Therapie nötig. Die Selbstheilungstendenz ist sehr hoch. Daneben kann jeder Betroffene auch selbst viel dafür tun, dass sich ein Zervikalsyndrom (HWS-Syndrom) löst, und vorbeugen, damit es nicht wieder auftritt. Um die schmerzhaften Verspannungen wieder loszuwerden, wird eine ganze Palette von Behandlungsformen angeboten – zum Beispiel die Quaddeltherapie, die  Reizstrombehandlung (Iontoporese) und die Physiotherapie mit Massage. Allerdings ist für die meisten dieser Behandlungsmethoden bisher kein wissenschaftlicher Wirkungsnachweis erbracht worden. Für die Therapie des Zervikalsyndroms (HWS-Syndrom) eignen sich Krankengymnastik und sportliche Aktivität. Maßnahmen, die der Patient selbst anwenden kann und die ihm Linderung verschaffen – wie etwa Wärmeanwendungen – werden oft empfohlen.
Lebererkrankungen – Ursachen/Risikofaktoren
Es gibt viele verschiedene Risikofaktoren, die die Leber schädigen können und somit Ursachen für Lebererkrankungen sind. Schadstoffe als Ursachen Die Leber ist ein Entgiftungsorgan, das Schadstoffe abbaut. Werden ihr jedoch mehr Gifte zugeführt, als sie verarbeiten kann, beeinträchtigt dies die Funktion der Leber und Lebererkrankungen entstehen. Beispielsweise können organische Lösungsmittel, die häufig in Farben, Spezialreinigern, Fleckenentfernungsmitteln sowie in Kunst- und Klebstoffen verwendet werden, die Leber schädigen. Auch Pestizide und Schwermetalle sind Ursachen für Lebererkrankungen. Vorsicht auch vor schimmeligen Lebensmitteln. Bestimmte Stoffwechselprodukte von Schimmelpilzen sind extrem giftig und können sich auch dann noch im Nahrungsmittel befinden, wenn die betroffenen Stellen entfernt wurden. Diese Gifte schädigen die Leber. Schimmelige Lebensmittel sollten deshalb immer weggeworfen werden. Medikamente als Ursachen Bestimmte Medikamente werden in der Leber abgebaut. Werden diese über einen längeren Zeitraum eingenommen, kann das die Leberfunktion stören. Beispielsweise können Schmerz- und Rheumapräparate, aber auch Schlaf- und Beruhigungsmedikamente zu Ursachen für Lebererkrankungen werden. Hormonpräparate belasten die Leber Auch Hormonpräparate – vor allem östrogenhaltige – die zur Verhütung eingesetzt werden, werden in der Leber abgebaut und können diese belasten. Bei einigen Frauen wird dann die Gallenausscheidung gestört, es kann zu Hautjucken und Gelbsucht kommen. Darüber hinaus erhöhen die Hormonpräparate die Gefahr für Blutgerinnsel (Thrombose) in den abführenden Lebervenen. In der Folge kann es zu einem Blutstau in der Leber kommen und diese stark anschwellen. Das ist sehr gefährlich und muss schnell behandelt werden. Kontrazeptiva (die Antibabypille) dürfen deshalb bei akuten und chronischen Lebererkrankungen nicht eingenommen werden. Alkohol – Ursache Nummer eins für Lebererkrankungen Alkohol ist Gift für die Leber: Er kann die Leberzellen schädigen und sogar zerstören. Deshalb ist Alkohol Ursache Nummer eins für Lebererkrankungen. Zudem verbraucht der Alkoholabbau vermehrt Sauerstoff. Der Leber steht nicht mehr genug Sauerstoff für die Fettverbrennung zur Verfügung, eine Fettleber entsteht. Die Kombination aus Alkohol, fettreichem Essen und Bewegungsmangel ist daher besonders schädlich.Die Leber ist äußerst regenerationsfähig. Jedoch kann sie die Folgen des Alkoholkonsums nur ausgleichen, solange er unregelmäßig und mäßig ist. Männer sollten nicht mehr als 20 Gramm Alkohol am Tag zu sich nehmen. Frauen riskieren schon bei mehr als 10 Gramm Alkohol täglich eine Schädigung ihrer Leber. Denn wie viel die Enzyme, die in der Leber für den Abbau von Alkohol verantwortlich sind, leisten können, hängt vom Geschlecht ab. Die Kapazität der Enzymsysteme ist darüber hinaus von den Genen abhängig. Die kritische Schwelle für die Alkoholmenge ist also nicht für alle Menschen gleich und kann auch noch niedriger liegen. Besonders wenn die Leber bereits durch Erkrankungen vorgeschädigt ist, können bereits kleine Mengen Alkohol schädlich sein – etwa bei einer chronischen Virushepatitis. Zehn Gramm Alkohol entsprechen etwa 200 Millilitern Bier oder 100 Millilitern Wein. Diabetes und metabolisches Syndrom als Ursachen Auch Diabetes mellitus und das metabolische Syndrom können Ursachen für Lebererkrankungen – besonders für eine Fettleber – sein. Unter dem metabolischen Syndrom versteht man das gleichzeitige Auftreten von Übergewicht, Fettstoffwechselstörungen, Bluthochdruck und Insulinresistenz. Auf diese Weise hat also auch eine ungesunde Ernährung mit zu viel Zucker, Fett und Eiweiß einen Einfluss auf die Entstehung von Lebererkrankungen. Hepatitis: Meist Viren die Ursache Eine Leberentzündung (Hepatitis) wird häufig von Viren ausgelöst – genauer von Hepatitis A-, B-, C-, D- und E-Viren. Bei einigen dieser Viren sind verunreinigte Lebensmittel und Wasser Infektionsquellen, andere werden über die Körperflüssigkeiten infizierter Menschen übertragen. Eine Virushepatitis kann akut oder chronisch verlaufen.
Blutgerinnungsstörung: Ursache, Arten, Therapie
Die Blutgerinnung ist gestört – diese Feststellung sagt zunächst wenig aus. Entscheidend ist, ob das Blut eine zu hohe oder zu niedrige Gerinnungsneigung hat. Am häufigsten ist eine überschießende Blutgerinnung. Sie ist gefürchtet, weil sie Thrombosen, also die Bildung von Blutgerinnseln fördert. Art der Blutgerinnungsstörung: Thrombophilie Eine Thromboseneigung, auch Thrombophilie genannt, liegt dann vor, wenn die Fließeigenschaften des Blutes verändert sind. Dies ist bei Änderungen der Blutzusammensetzung, der Blutströmung und der Gefäßwand (Virchow-Trias) der Fall. Die Ursachen für Änderungen einer oder mehrerer dieser Faktoren sind vielfältig. Besondere Risikofaktoren sind die erbliche Veranlagung, das Lebensalter, Übergewicht, Rauchen, Bewegungsmangel, Schwangerschaft und östrogenhaltige Medikamente. Vorsicht vor Lungenembolie Eine Thrombose in den Venen kann sich durch Schmerzen und Schwellung des betroffenen Beines äußern. Ein Verdacht auf Thrombose sollte sofort ärztlich abgeklärt werden, da eine Lungenembolie entstehen könnte. Dieses Risiko lässt sich durch Heparin und zum Beispiel Phenprocoumon senken. In den Arterien können sich ebenfalls Thromben bilden und ablagern. Sie führen je nach Lokalisation zu einem Schlaganfall, Herzinfarkt oder akuten Gefäßverschluss in den Beinen. Starke Blutungen steigern die Gerinnungsneigung Eine gesteigerte Gerinnung, beispielsweise nach ausgedehnten Verbrennungen, nach einer großen Operation oder nach der Entbindung, führt zur Verbrauchskoagulopathie: Wenn der Körper dabei viel Flüssigkeit verliert, ändern sich die Zusammensetzung des Blutes und seine Fließeigenschaft. Außerdem nimmt die Gerinnungsneigung durch Gefäßverletzungen zu. Allerdings ist die Folge dieser überall ablaufenden Gerinnung ein Verbrauch der Gerinnungsfaktoren (Einweißkörpern im Blut), was zu einer verstärkten Blutungsneigung führt. Insgesamt stellt das einen lebensbedrohlichen Zustand dar. Auch wenn bösartige Tumore (Malignome) durch eine Chemotherapie zerfallen, muss mit einer erhöhten Blutgerinnung gerechnet werden. Infekte und Tumore können Zahl der Thrombozyten reduzieren Es gibt aber auch gegenteilige Fälle: eine viel zu schwache Blutgerinnung. Sie kann durch einen Mangel an Blutplättchen (Thrombozytopenie) entstehen. Normalerweise zirkulieren 200.000 bis 400.000 Thrombozyten pro Mikroliter (µl) in unserem Blut und leben etwa neun bis zehn Tage. In der Regel entsteht eine Blutungsgefahr, wenn die Zahl funktionstüchtiger Blutplättchen unter 30.000/µl fällt. Neben der Behandlung der Grundkrankheit stehen Thrombozytenkonzentrate zur Verfügung. Infekte, bestimmte Medikamente, Krebserkrankungen, Antikörper oder ein erhöhter Verbrauch können ebenso wie eine Reifestörung bei Vitamin-B12- oder Folsäure-Mangel zur verminderten Gerinnung führen. Die bekannteste Blutgerinnungsstörung: die Bluterkrankheit Die bekannteste Blutgerinnungsstörung ist sicherlich die Bluterkrankheit (Hämophilie). Dabei fehlt der Gerinnungsfaktor VIII oder IX. Die Hämophilie war in europäischen Königshäusern weitverbreitet, weil sie sich bei den oft recht engen Verwandtschaftsverhältnissen leicht vererbte. Die erhöhte Blutungsneigung der Patienten wird heute durch die Gabe der fehlenden Gerinnungsfaktoren behandelt. Früher sind viele Betroffene verblutet. Einige Gerinnungsfaktoren werden von der Leber gebildet und sind von der Vitamin-K-Aufnahme durch die Nahrung abhängig. Bei Lebererkrankungen, etwa infolge von Alkoholsucht, und bei Vitamin-K-Mangel werden diese Gerinnungsfaktoren deshalb nicht mehr ausreichend gebildet. Eine erhöhte Blutungsneigung kann die Folge sein.
Bluthochdruck – Symptome, Ursachen und mehr
Bluthochdruck (auch arterielle Hypertonie oder Hypertonus) ist eine der häufigsten Erkrankungen in den Industrieländern. Allein in Deutschland leiden schätzungsweise 40 bis 60 Prozent der Männer und 30 bis 40 Prozent der Frauen unter einer arteriellen Hypertonie. Man spricht von Bluthochdruck, wenn der Blutdruck bestimmte Grenzwerte überschreitet, die von der European Society of Hypertension und der European Society of Cardiology definiert werden. Neben den Zielblutdruckwerten legen sie fest, ab wann ein erhöhter Blutdruck behandelt werden sollte. Die Ursachen von Bluthochdruck Bluthochdruck wird auch als Zivilisationskrankheit bezeichnet, weil viele seiner Ursachen im modernen Lebensstil liegen: Übergewicht, Stress, Bewegungsmangel, Nikotin, Alkohol und viele andere Faktoren begünstigen die Entstehung von Hypertonie. Auch die Gene spielen dabei eine Rolle. Nicht zuletzt sind bei Frauen auch die Hormone beteiligt. Aus diesem Grund entwickeln viele Frauen erst nach den Wechseljahren eine arterielle Hypertonie. Auch andere Erkrankungen können die Ursache für einen zu hohen Blutdruck sein. Die Symptome von Bluthochdruck werden oft erst spät erkannt Die Krankheit hat eine entscheidende Tücke: Im Anfangsstadium verursacht sie keine typischen Beschwerden. Symptome können gänzlich fehlen oder sind so diffus, dass man nicht an Bluthochdruck denkt – etwa Schwindel oder Ohrensausen. Daher bleibt ein erhöhter Blutdruck oft lange unbemerkt, bis im Körper bereits nicht wiedergutzumachende Schäden entstanden sind. Eine regelmäßige Kontrolle des Blutdrucks beim Hausarzt reicht meist aus, um eine Erkrankung rechtzeitig zu erkennen. So stellt der Arzt die Diagnose Bluthochdruck Die Diagnostik eines Bluthochdruck ist vergleichsweise einfach: Mehrere Blutdruckmessungen – mindestens drei an zwei verschiedenen Tagen – bringen den Arzt auf die richtige Spur. Besteht der Verdacht, dass eine andere Erkrankung die Hypertonie verursacht, werden weitere Untersuchungen durchgeführt. Ultraschall- und auch Röntgenuntersuchungen, ein EKG und eine Gefäß- und Herzschalluntersuchung dienen zusätzlich dem Ausschluss von Folgeerkrankungen oder bereits aufgetretenen Schäden. Die richtige Therapie verhindert gefährliche Folgekrankheiten Bluthochdruck sollte so frühzeitig wie möglich behandelt werden. Der Grund: An den Folgen von zu hohem Blutdruck – wie Herzinsuffizienz, Herzinfarkt und Schlaganfall – sterben etwa zwei Drittel aller Hypertoniker.Für die Therapie stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Die wichtigste Strategie um den Blutdruck zu senken ist, den eigenen Lebensstil zu ändern. Dazu gehören: Ernährungsumstellung, Bewegung, Alkohol- und Rauchstopp, Entspannung und Stressabbau. Erst wenn diese Maßnahmen nicht oder zu wenig greifen, verschreibt der Arzt Medikamente, die den Blutdruck senken. Ratgeber: Leben mit Bluthochdruck Die Diagnose Bluthochdruck bedeutet meist, den gewohnten Lebensstil für immer zu ändern. Das ist für die meisten nicht einfach – wichtig ist dabei, Schritt für Schritt vorzugehen. Die Betroffenen lernen, den Blutdruck regelmäßig zu Hause zu kontrollieren und stellen ihre Ernährung um. Professionelle Ernährungsberatung hilft dabei, den neuen Speiseplan so zu gestalten, dass der Genuss trotzdem nicht zu kurz kommt.
Coxarthrose – Lockerung der Prothese
Kommt es im Laufe der Jahre nach Einbau eines künstlichen Hüftgelenks zu einer Lockerung der Prothese, schreitet diese meist rasch fort und zwingt zu einer erneuten Operation. Abriebpartikel, eine unvermeidbare Korrosion des Metalls und andere Gewebereaktionen sowie die zwangsläufige Alterung des Knochenzements spielen eine große Rolle bei der Prothesenlockerung. Meist tritt die Lockerung jedoch erst nach vielen Jahren auf. Aber die Möglichkeit als solche muss immer in Betracht gezogen werden. Die Gefahr der Lockerung der Prothese ist der Hauptgrund, warum man gerade bei aktiven, jüngeren Patienten ein künstliches Hüftgelenk immer nur nach sehr genauer Abwägung einbauen sollte. Auch heute noch, nach langjähriger Erfahrung im Bereich der Hüftgelenksoperationen, ist es sehr schwer, genaue Richtwerte anzugeben, wie lange ein künstliches Hüftgelenk ohne Wechseloperation hält. Realistisch ist sind zehn bis 20 Jahre. Dies ist aber von zahlreichen individuellen Faktoren abhängig. Hierbei seien nur die Lebensweise des jeweiligen Patienten (Übergewicht) und die Belastung, die er seinem neuen Hüftgelenk abverlangt, zu erwähnen. Behandlungsmöglichkeiten bei der Lockerung der Prothese Der Wechsel der Hüftprothese nach einer Lockerung ist heute eine durchaus übliche, jedoch technisch schwierige und aufwendige Operation. Eine gute Operationsvorbereitung durch den Hausarzt ist hier von großer Bedeutung. Beim Wechseleingriff werden die gelockerte Prothese sowie der Zement entfernt, sodass wieder eine formschlüssige Verankerung der neuen Prothese im Knochen herbeigeführt werden kann. Häufig bestehen große Knochendefekte, die aufgefüllt werden müssen. Hierzu wird Eigenknochen des Patienten und/oder Material aus der sogenannten Knochenbank benutzt. Beim Wechsel der Hüftpfanne haben sich Stützringe und -schalen bewährt. Bei zahlreichen Wechseloperationen werden die neuen Prothesenkomponenten einzementiert. In einigen Kliniken wird nach einer Lockerung jedoch auch in der zementfreien Technik gewechselt. Das bleibt stets eine Einzelfallentscheidung des operierenden Arztes. Qualität des Knochens, Alter und Beweglichkeit des Patienten spielen hier eine Rolle.Gelegentlich wird es notwendig sein, den Oberschenkelschaft nach der Lockerung der Prothese noch mit einer außen am Oberschenkelknochen angeschraubten Edelstahl- oder Titanplatte zu verstärken. Das ist vor allem bei dünnen, geschwächten Knochen nötig, um auf diese Weise eine volle Belastungsfähigkeit zu erzielen. Weiter kann hierdurch einer möglichen Fraktur vorgebeugt werden, die mitunter schon bei geringer Beanspruchung auftreten kann. Es stehen für ausgewählte Sonderfälle spezielle, teilweise individuell angefertigte Prothesentypen (sogenannte Revisions- oder auch Tumorprothesen) zur Verfügung. Diese werden beim Verlust des hüftnahen Oberschenkelknochens eingesetzt. Prinzipiell sind mehrere Prothesenwechseloperationen aufgrund von Lockerungen an ein und demselben Hüftgelenk möglich. Die feste Verankerung der Prothese im Knochen wird jedoch mit jedem neuen Eingriff immer schwieriger, sodass manchmal eine dauerhafte Einheilung nicht mehr möglich ist. In bestimmten Einzelfällen kann noch eine Spezialprothese implantiert werden, deren dauerhafte Verankerung aber auch Probleme aufwirft. Mitunter ist es dann besser, die gelockerte Prothese auszubauen und eine sogenannte Girdlestone-Operation durchzuführen. Es ist sehr wichtig, dass Patienten mit einem neuen Hüftgelenk im jährlichen Abstand zur Nachuntersuchung gehen. Bei einer beginnenden Lockerung kann durch eine frühzeitig durchgeführte Wechseloperation größerer Schaden vermieden werden.
Coxarthrose – Therapie
Je nach Ursache einer Hüftgelenksarthrose ist besonders im Anfangsstadium eine konservative, also nichtoperative Therapie oft ausreichend wirksam. Sie kann die Symptome des Patienten häufig für einen gewissen Zeitraum lindern oder gar beseitigen. Weiterhin wird man versuchen, das Gelenk von außen so zu beeinflussen, dass Entzündungen oder Gelenkergüsse abklingen, die akuten Schmerzen verschwinden und sich die Beweglichkeit verbessert. Durch eine konsequente, richtig dosierte und sachgerecht durchgeführte krankengymnastisch-physiotherapeutische Therapie lassen sich die Beschwerden mitunter über Jahre zurückdrängen, so dass eine Operation vermieden werden kann oder aber erst später erforderlich wird. Klassische Maßnahmen zur Therapie der Hüftgelenksarthrose Zur klassisch konservativen Behandlung gehören auch sogenannte überwärmende Maßnahmen zur Verbesserung der örtlichen Durchblutung. Durch diese passiven Einwirkungen wird die Muskulatur, die das Gelenk umgibt, aufgelockert und die Schmerzen lassen nach. Fangopackungen, Heublumenauflagen und heiße Wickel seien als Beispiele genannt. Weiter können eine sinnvoll angewandte Kurzwellenbehandlung oder eine Ultraschall-Therapie zur Anwendung kommen. Heilbäder sind häufig sehr nützlich. Unterwassermassagen zur Lockerung der verspannten Muskulatur ermöglichen eine Verbesserung der Beweglichkeit. Schwimmen und Bewegungen im Wasser sind meist sehr hilfreich, da die schmerzhafte Gewichtsbelastung durch den Körperauftrieb entfällt. Außerdem gibt es eine Vielzahl an Medikamenten mit unterschiedlichem Wirkprofil, die zur Therapie einer Hüftgelenksarthrose eingesetzt werden können. Gewichtsreduktion Ein wesentlicher, immer wieder unterschätzter Gesichtspunkt beim Vorliegen einer Hüftgelenksarthrose ist das Anstreben von Normalgewicht. Starkes Übergewicht kann die Arthrose durch vermehrte Belastung des Gelenkes rasch verstärken.Die Gewichtsreduktion sollte daher unbedingt am Anfang der konservativen Therapie stehen. Nicht selten müssen die Patienten hier professionelle Hilfen in Anspruch nehmen. Dieser Hinweis gilt im Übrigen gleichermaßen für die operative Therapie der Hüftgelenksarthrose mit einer Endoprothese. Eine starke Gewichtszunahme nach Einbau eines künstlichen Hüftgelenks hat nachgewiesenermaßen negative Auswirkungen auf die Haltbarkeit und Standzeit der Endoprothese. Operative Therapie der Hüftgelenksarthrose Es kann sein, dass die konservativen Maßnahmen bei der Behandlung der Coxarthrose nicht zum gewünschten Ziel führen (Beschwerdelinderung, Verbesserung der Beweglichkeit). Dann müssen Arzt und Patient überlegen, ob nicht durch eine Operation eine Besserung der Schmerzen möglich ist. Bei der operativen Therapie der Hüftgelenksarthrose stehen verschiedene Verfahren zur Verfügung. Die gängigsten sind die Umstellungsosteotomie, die Einsetzung eines Hüftgelenks oder eine bewusst herbeigeführte Versteifung des Gelenks. In seltenen Fällen wird die sogenannte Girdlestone-Operation angewandt. Die Forschung arbeitet darüber hinaus an neuen Behandlungsmethoden, die solche chirurgischen Eingriffe zukünftig überflüssig machen sollen.
Hyperhidrose
Bei Hyperhidrose schwitzen die Betroffenen unabhängig von Temperatur oder Jahreszeit übermäßig. Je nach Form der Erkrankung schwitzen sie entweder am ganzen Körper sehr stark, oder – und das kommt wesentlich häufiger vor – das Schwitzen begrenzt sich auf bestimmte Körperstellen, etwa die Achseln, die Hände oder die Füße. Schwitzen – gesund oder krank? Schwitzen ist gesund. Denn durch Schwitzen reguliert unser Körper seine Temperatur. Wir schwitzen beim Sport, in der Sauna und bei heißen Außentemperaturen: Unser Körper passt auf, dass wir nicht überhitzen. Generell ist Schwitzen also ein gesunder Mechanismus unseres Körpers. Einige Menschen schwitzen jedoch mehr als andere: Hyperhidrose – übermäßiges Schwitzen – ist eine Krankheit, die bei Betroffenen einen großen Leidensdruck erzeugt. Vermehrt schwitzen ist noch nicht Hyperhidrose Doch auch in anderen Situationen kann es passieren, dass Hände und Achseln feucht werden. Bei psychischer Anspannung und Angst, aufgrund von Krankheiten oder wegen der Einnahme bestimmter Medikamente. Schweiß an sich ist relativ geruchlos. Den typischen Schweißgeruch erzeugen Körperbakterien, die ihn zersetzen. Wird das Schwitzen jedoch sehr stark, und leiden die Betroffenen massiv darunter, handelt es sich um Hyperhidrose. Primäre und sekundäre Form der Hyperhidrose Bei übermäßigem Schwitzen unterscheidet der Arzt zwischen zwei Formen: der primären und der sekundären Form der Hyperhidrose. Als primär bezeichnet man Hyperhidrose dann, wenn keine Ursache für das übermäßige Schwitzen gefunden werden kann. Meist tritt primäre Hyperhidrose lokal auf, betrifft ausschließlich Hände, Füße und so weiter. Das ist die wesentlich häufigere Form der Hyperhidrose. Bei der sekundären Hyperhidrose dagegen ist die Ursache bekannt – etwa Schilddrüsenüberfunktion, Übergewicht, Diabetes mellitus oder Wechseljahre. Antitranspirantien und Iontophorese gegen Hyperhidrose Gegen Hyperhidrose gibt es eine ganze Reihe von Behandlungsmöglichkeiten. Bei leichteren Formen eignen sich Antitranspirantien, die Aluminiumchlorid in höherer Dosierung als herkömmliche Deodorants oder Antitranspirantien enthalten. Das Aluminiumchlorid in diesen Deorollern, Cremes, Gelen oder Pudern dringt in die Haut ein und verschließt die Kanäle der Schweißdrüsen. Auch bei der Iontophorese werden die Schweißdrüsen vorübergehend verschlossen. Dabei müssen die betroffenen Körperteile – Hände oder Füße – in ein Wasserbad gehalten werden, durch das schwacher Gleichstrom fließt. Botulinumtoxin und Medikamente gegen Hyperhidrose Auch eine Injektion mit dem Faltenglätter Botulinumtoxin A kann die Nervenstimulation der Schweißdrüsen blockieren und das Schwitzen lässt nach. Die Wirkung hält je nach Patient allerdings nur etwa sechs Monate an. Außerdem muss der Betroffene diese Behandlung selbst bezahlen. Medikamente zum Einnehmen gegen Hyperhidrose gibt es noch nicht. Beruhigungsmittel oder Anticholinerika können zwar gegen Hyperhidrose wirken, allerdings können bei diesen Medikamenten auch viele Nebenwirkungen auftreten. Einen Versuch wert sind Tabletten mit Salbeiextrakt und homöopathische Mittel. Operation gegen Hyperhidrose Als letzte Möglichkeit gibt es noch die Operation bei Hyperhidrose, wenn alle anderen Mittel versagt haben. Dabei werden Schweißdrüsen unter der Achsel abgeschabt oder abgesaugt (subkutane axilläre Schweißdrüsenkürettage oder subkutane axilläre Schweißdrüsensaugkürretage). Eine andere Möglichkeit besteht darin, das komplette Hautareal mit den überaktiven Schweißdrüsen herauszuschneiden oder sogar Nervenstränge zu durchtrennen (minimalinvasive Sympathektomie oder Sympathikusblockade).
Arteriosklerose als Folge von Fettstoffwechselstörungen
Unmittelbare Folge von Fettstoffwechselstörungen (Hyperlipoproteinämie) ist die Arteriosklerose, also die Arterienverkalkung. Doch welche Rolle spielen Cholesterin und Fette bei der Entstehung von Arteriosklerose? Und: Warum ist die Arterienverkalkung so gefährlich? Fett im Blut führt zur Bildung von Plaques Arteriosklerose ist eine der häufigsten Erkrankungen in den westlichen Industrieländern. Ihre Entstehung ist noch nicht endgültig geklärt. Gewiss ist jedoch, dass große, im Blut schwimmende Fresszellen (Makrophagen) überschüssige Fettpartikel (LDL-Cholesterin) aus dem Blut aufnehmen und sich dann als Schaumzellen in den Wänden der Arterien ablagern. Dann setzen sich kleine Entzündungsreaktionen in Gang. Es entsteht Arteriosklerose: Im Laufe der Zeit werden diese Ablagerungen immer größer und das Gewebe um sie herum vernarbt und verhärtet mehr und mehr. So entstehen schließlich Plaques, die die Gefäße verengen und den Blutfluss behindern (Stenose) oder die Blutgefäße letztlich sogar verschließen (Okklusion). Als Folge kann die verengte Arterie das zugehörige Muskelgewebe, Organ oder Körperteil nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen. Der bindegewebige Umbau der Gefäßwände lässt sich allerdings mit geeigneten Maßnahmen zur Cholesterinsenkung bis zu einem gewissen Grad umkehren. Folgen: Durchblutungsstörungen und Herzinfarkt Ein durch verengte Arterien hervorgerufener Sauerstoffmangel macht sich anfangs nur bei größeren Anstrengungen bemerkbar. Je mehr Arbeit ein Organ oder Muskel leistet, umso mehr Sauerstoff wird benötigt. Dieser kann aber über die verengte Arterie nicht in ausreichender Menge zu dem jeweiligen Gewebe gelangen. Schmerzen im Herzbereich (Angina pectoris) oder Luftnot sind die Folge, an den Beinarterien die sogenannte Schaufensterkrankheit. Kommt es zum Aufplatzen einer Plaque, können sich an der aufgerissenen Stelle schnell Blutgerinnsel bilden, die dann mit dem Blutstrom fortgerissen werden und ein Blutgefäß verstopfen können. Das Gewebe, das von diesem Blutgefäß versorgt wird, wird nicht mehr ausreichend durchblutet und stirbt ab: Es kommt zum Infarkt. Geschieht dies im Herzmuskel, wird dies als Herzinfarkt, im Gehirn als Hirninfarkt oder Schlaganfall und an den Beinen als kritische Ischämie bezeichnet. Prinzipiell kann jedes Organ und jede Extremität von einer Durchblutungsstörung betroffen sein.Neben Fettstoffwechselstörungen (erhöhtes LDL- oder Gesamtcholesterin, erhöhte Triglyzeride und/oder niedriges HDL-Cholesterin) gibt es weitere Risikofaktoren für die Entstehung von Arteriosklerose: Übergewicht Rauchen Bewegungsmangel Fehlernährung Diabetes mellitus (erhöhte Blutzuckerwerte) Bluthochdruck männliches Geschlecht Alter Eine positive Familienanamnese: Wenn bei einem Familienangehörigen ersten Grades frühzeitig (bei Männern vor dem 55. und bei Frauen vor dem 65. Lebensjahr) eine der typischen Folgekrankheiten einer Arteriosklerose – zum Beispiel ein Herzinfarkt oder Schlaganfall – aufgetreten ist. Jeder weitere Risikofaktor potenziert die Arteriosklerosegefahr Oft treten mehrere Risikofaktoren gemeinsam auf. Sie verstärken sich dann gegenseitig. So verschlechtert beispielsweise Bewegungsmangel die Cholesterinwerte, die Triglyzeridwerte und die Blutzuckerwerte bei Diabetikern. Die Anzahl der vorhandenen Risikofaktoren hat erheblichen Einfluss auf die Geschwindigkeit der Arterienverengung. Tatsächlich vervielfacht jeder weitere Risikofaktor die Gefahr und verdoppelt sie nicht nur. Bei zwei Risikofaktoren – etwa Rauchen und Bewegungsmangel – ist das Risiko bereits um ein Fünffaches erhöht.
Stoffwechselbedingte Ursachen für Fettstoffwechselstörungen
Die häufigste Ursache für Fettstoffwechselstörungen ist eine genetische Fehlregulation, die durch eine falsche Ernährungsweise, also den übermäßigen Verzehr von tierischen Fetten, verschlimmert wird. Aber auch bestimmte Krankheiten sind mögliche Auslöser. Schilddrüsenunterfunktion kann auch Fettstoffwechsel stören Eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) kann zu Fettstoffwechselstörungen führen. Bei Patienten mit einer Hypothyreose ist die Anzahl der Andockstellen (Rezeptoren) für die Lipoproteine an den Leberzellen vermindert. Die Rezeptoren ermöglichen und regulieren die Aufnahme der Lipoproteine in die Zelle. Je weniger Lipoproteinrezeptoren vorhanden sind, umso mehr cholesterinreiche LDL und IDL zirkulieren im Blut. Eine Therapie der Schilddrüsenunterfunktion verbessert die Blutfettwerte meistens. Bei der Diagnostik der Fettstoffwechselstörungen sollte der Arzt deshalb in jedem Fall die Schilddrüsenhormone kontrollieren. Hyperlipidämie durch Diabetes mellitus Fettstoffwechselstörungen treten sehr häufig bei Patienten mit Diabetes mellitus auf. Zum einen können beide Stoffwechselstörungen gleichzeitig vorliegen, zum anderen verschlechtert eine schlechte Blutzuckereinstellung die Blutfettwerte. Bei einem erhöhten Blutzuckerspiegel kommt es zu einer vermehrten Freisetzung von Fettsäuren aus dem peripheren Fettgewebe und einer gesteigerten Triglyzerid- und VLDL-Produktion in den Leberzellen. Der Abbau von VLDL zu LDL ist vermindert, weshalb der LDL-Spiegel oft wenig beeinflusst ist. Neben der Erhöhung der Triglyzeride und der VLDL sind auch niedrige HDL-Spiegel typisch für Diabetiker. Ist der Blutzuckerspiegel jedoch gut eingestellt, ist die Hyperlipidämie in der Regel gut zu kontrollieren. Häufig treten Fettstoffwechselstörungen und Diabetes mellitus beziehungsweise eine Insulinresistenz mit Adipositas (Übergewicht) und Bluthochdruck gemeinsam auf. Experten sprechen in diesem Fall vom metabolischen Syndrom. Ursache dafür ist meistens eine ungesunde Lebensweise: Bewegungsmangel, Nikotinkonsum und eine Ernährungsweise, die zu viel tierische Fette und schnell verstoffwechselbare Zucker enthält. Schnell verstoffwechselbare Zucker finden sich vor allem in Süßigkeiten, Keksen, Kuchen, Cornflakes, Weißbrot und Soft-Drinks. Magersucht als Ursache einer Fettstoffwechselstörung Interessanterweise kann auch Magersucht eine Hypercholesterinämie hervorrufen. Es gibt verschiedene Hypothesen für diesen Zusammenhang: Ein häufig erhöhter Spiegel des Stresshormons Cortisol – wie er für Magersucht typisch ist – und wiederholte Diäten führen zu einer erhöhten Fettspaltung (Lipolyse) in den Fettzellen. Auch die oft zu beobachtende körperliche Hyperaktivität, mit der Magersüchtige einer Gewichtszunahme entgegenwirken wollen, steigert die Lipolyse. Dies alles führt zu erhöhten Fettwerten im Blut. Auch der durch die geringe Nahrungsaufnahme stark verlangsamte Stoffwechsel mit geringem Grundumsatz kann zu einer Erhöhung der Lipoproteine führen.