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Eisen, Transferrin und Ferritin



Der Großteil des Eisens im Körper ist an den roten Blutfarbstoff Hämoglobin gebunden. Eisen ist jedoch auch Bestandteil des roten Muskelfarbstoffs und von Enzymen des Zellstoffwechsels.

Ein zu hoher Eisenwert im Blut kann auf die Eisenspeicherkrankheit (Hämochromatose), auf Leberschäden und Leberentzündungen (Hepatitis) hinweisen. Auch bei einer gestörten Blutbildung im Knochenmark, dem vermehrten Abbau von roten Blutkörperchen oder häufigen Bluttransfusionen kann es zu überhöhten Werten kommen.  

Zu wenig Eisen im Blut kann ein Hinweis auf Eisenmangelanämie sein. Bei starkem Blutverlust, chronischen Entzündungen und Infekten, Tumoren sowie während einer Schwangerschaft kann es ebenfalls zu einem Eisenmangel kommen.

Normwerte für Eisen

Die Normwerte für Männer liegen bei 35 bis 168 Mikrogramm Eisen pro Deziliter Blut, für Frauen bei 23 bis 134 µg/dl. Diese Werte sind alters- und methodenabhängig.

Transferrin und Transferrinsättigung

Damit das Eisen im Blut zu den Geweben gelangt, die es brauchen, benötigt es einen Transporter – ein Eiweiß namens Transferrin. Ein erhöhter Transferrinwert kann auf Eisenmangel oder eine Leberentzündung (Hepatitis) hinweisen, zu viel Transferrin im Blut kann ein Anzeichen für Leberzirrhose, chronische Entzündungen oder Nierenerkrankungen sein.  

Der Transferrinwert alleine hat jedoch nur eine eingeschränkte Aussagekraft. Denn er reagiert auf einen Eisenmangel beispielsweise erst dann, wenn die Eisenspeicher schon ausgeschöpft sind. Deshalb wird häufig auch die Transferrinsättigung gemessen. Das ist die Beladung des Transferrin mit Eisen. Eine erhöhte Transferrinsättigung ist Anzeichen für eine Eisenüberladung. Diese kann etwa infolge der Eisenspeicherkrankheit (Hämochromatose) auftreten.

Normwerte für Transferrin und Transferrinsättigung

Die Werte für Transferrin im Blut sollten zwischen 2,0 und 3,6 Gramm pro Liter liegen. Die Transferrinsättigung sollte zwischen 16 und 45 Prozent betragen. Diese Normwerte sind vom Alter und der Messmethode abhängig.

Ferritin

Ferritin speichert Eisen. Das Eiweiß schützt die Körperzellen auf diese Weise vor schädlichem freiem Eisen. Die Ferritinkonzentration im Blut ist umso höher, je mehr Eisen der Körper mithilfe von Ferritin gespeichert hat. Der Ferritinwert wird beispielsweise bei einer Anämie (Blutarmut) bestimmt, da nur so eine Eisenmangelanämie erkannt werden kann.  

Bei der Eisenspeicherkrankheit, einer Leberentzündung (Hepatitis), Blutarmut, aber auch bei Infektionen oder Tumoren kann der Ferritinwert im Blut erhöht sein. Zu niedrige Werte treten auf bei Eisenmangel, chronischen Blutungen oder Verdauungsstörungen mit einer verringerten Eisenaufnahme.

Normwerte für Ferritin

Männer sollten zwischen 34 und 310 Mikrogramm Ferritin pro Liter Blut aufweisen, Frauen zwischen 22 und 112 µg/l. Der Ferritinwert ist stark altersabhängig. Deshalb liegen die Normwerte für Senioren über 65 Jahren zwischen 8 und 655 µg/l. Bei Kindern bis 15 Jahren wird meist ein Wert zwischen 7 und 142 µg/l gemessen. Die Werte können auch je nach Messmethode schwanken.
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